03/08/2026

Visitenkartenbox - neue Prototypen

Hier ist der zweite Prototyp der neuen Kollektion, die ich auf der Weihnachtsmesse Karlsruhe vorstellen werde. Es ist eine neue Visitenkartenbox, in der die Karten diesmal liegen wie in einem Kartenhalter. In der alten Variante der Visitenkartenbox stehen sie. Welche Art ist praktischer? Und benutzen Sie überhaupt noch Visitenkarten? Genau wie analoge Bücher werden auch die Visitenkarten regelmäßig für tot erklärt, weil angeblich alle Welt nur noch die digitale Version verwendet. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger.

Dieser Prototyp ist mit einem Gewebe in Waldgrün bezogen, das auch Teil der Karlsruher Kollektion sein wird (mehr dazu im nächsten Blogbeitrag). Den Platz des Chiyogamis nimmt hier ein eigentlich sehr schönes Lokta-Papier aus Nepal ein, das aber zu den ärgerlichen Qualitäten gehört, die sich nur korrekt abbilden lassen, wenn die Linse des Fotoapparats genau parallel zum Papier steht. Bei jedem anderen Aufnahmewinkel gibt es Reflexionen und andere Störeffekte, wie Sie sehen. In der geöffneten Box von oben erscheint das Papier wie es ist. In den beiden anderen Aufnahmen sehen Sie die bunte Bandbreite fehlerhafter Abbildungen.

Beim Nachdenken über eine neue Visitenkartenbox ist mir auch die Idee gekommen, die Box, in der die Karten stehen, waagerecht zu halbieren. Damit sind die einzelnen Teilboxen nicht so tief, bieten zusammen den Karten aber dennoch genügend Platz. Voilà, der Prototyp einer Doppelbox! Diese interessante Lösung bietet beim Bau einige Schwierigkeiten mit der Ausrichtung des Chiyogamis auf den zwei Teilboxen, so dass das Muster bei geschlossener Box nahtlos weiterläuft. Das tut es auch im Großen und Ganzen, aber das verwendete Chiyogami zeigt dummerweise kleinste Abweichungen überdeutlich.

Deshalb und auch weil die Doppelbox recht aufwändig herzustellen ist, wird sie kein Teil der Karlsruher Kollektion sein, aber es war eine interessante Lernerfahrung.

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