So sieht mein Arbeitsplatz zur Zeit aus. Ich beziehe Unterteile von Bleistiftschachteln auf Plattform mit pariserblauem Efalin. Efalin ist ein strapazierfähiges Bezugsmaterial mit einem Gewicht von 120 g/m², sieht auch sehr gut aus, ist aber ziemlich widerspenstig in der Verarbeitung. Beim Leimauftrag rollt es sich ein, es ist starr und will sich nicht so einfach um Ecken und Kanten legen, ohne sanfte Gewalt läuft gar nichts. Das macht das Arbeiten mit Efalin anstrengend (und was für eine Wohltat, wenn man danach wieder zum Chiyogami übergehen kann!).
Ich habe einmal von jemandem den Tipp bekommen, dass man Efalin vor der Verarbeitung eine Weile unter feuchte Tücher legen kann, denn dann ist es weniger störrisch. Ich glaube, dieselbe Person hat auch erzählt, dass früher in der größeren Buchbinderei die Kollegen gerne einmal krank waren, wenn Efalin verarbeitet wurde. Das kann ich absolut nachvollziehen!
Warum schlage ich mich dann mit diesem eigensinnigen Material herum? Weil ich noch von einer früheren Auftragsarbeit eine Menge größerer Schnittreste dieses pariserblauen Efalins habe. Dann habe ich auch noch eine Sammlung neuer italienischer Buntpapiere und ein britisches Marmorpapier, was zusammen mit dem Efalin einfach edel aussieht. Es gibt also demnächst eine neue Gruppe von Bleistiftschachteln auf Plattform.
Und danach entwerfe ich eine neue Kollektion von Schachteln mit Wickelhülle für die Weihnachtsmesse Karlsruhe, wo ich wieder mein geliebtes Chiyogami verarbeiten kann.
Jetzt aber noch ein paar Werkfotos von den Schachteln mit Efalin:
arbeitet werden. Hier wende ich eine Methode an, die
ich von Kathy Abbott gelernt habe.
Pappkante geklebt. Der Streifen im Inneren der
Schachtel verstärkt die Ecke.
Zuerst werden alle vier Ecken ausgearbeitet, dann
kommen die langen Seiten, dann die kurzen.
innen abgestützt werden, da Efalin einen starken
Zug entwickelt und die Wände sich sonst krümmen.
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