11.01.2021

Was bedeutet 'Atelier Gry me fecit'?

Mit wenigen Ausnahmen tragen alle meine Werke an einer eher unauffälligen Stelle dieses kleine Schild. Es ist eine Urheberangabe, damit meine Werke nicht anonym in die Welt gehen wie ein Massenprodukt, sondern auf ihre Herkunft verweisen. Auf Gemälden findet man das auch: In einer Ecke oder auch gut versteckt im Bild steht der Name des Künstlers, oft mit Jahreszahl und einem lateinischen Zusatz wie pinxit ("hat es gemalt"), invenit ("hat es erfunden/entworfen") oder auch fecit ("hat es gemacht").

Zu den berühmtesten Urheberangaben im handwerklichen Bereich gehört 'Me fecit Solingen'. Das stand seit dem späten Mittelalter auf Klingen (Schwertern, Degen, usw.), die in Solingen im Bergischen Land (Nordrhein-Westfalen) hergestellt worden waren, ein lateinisches 'Made in Solingen' also. Das war ein wichtiger Hinweis, denn Solinger Klingen waren von hoher Qualität und genossen in ganz Mitteleuropa einen sehr guten Ruf. Man kann sich vorstellen, wie lebenswichtig es damals war, sich auf seine Waffen verlassen zu können. Schnell stumpf werdende Schwerter oder sich mitten im Kampf verabschiedende Klingen waren weit mehr als nur ein lästiges Übel. Auch heute noch kommen Schneidwaren höchster Güte aus Solingen. Nur sind es mittlerweile Messer und Bestecke und es steht meist nur noch die geschützte Herkunftsangabe 'Solingen' auf der Klinge.

Das lateinische 'Me fecit Solingen' bedeutet wörtlich: "Mich hat Solingen gemacht". Hier spricht also das Werkstück selber. Mir hat es besonders gefallen, dass meine Werke zusätzlich zur Urheberangabe auch noch eine eigene Stimme bekommen können und deshalb steht da: "Atelier Gry me fecit" - "Atelier Gry hat mich gemacht".

Mehr über Solinger Klingen erfahren Sie im Deutschen Klingenmuseum und im Internetauftritt der Stadt Solingen. Dass die Herkunftsangabe auf einer Schwertklinge nicht eben unauffällig ausfiel, kann man auf dem verlinkten Foto sehen.

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14.12.2020

Grüße von der Weihnachtskatze

Schwarzweiße Katze umgeben von Weihnachtsdekoration, mit Schriftzug: Fröhliche Weihnachten!

Zu Weihnachten wünscht Ihnen die WerkstattWeihnachtskatze frohe Festtage:
"Kommen Sie gut ins neue Jahr und bleiben Sie gesund!
Mir und den anderen Tieren zuliebe jedes Jahr auf's Silvester-Feuerwerk zu verzichten wäre eine sehr gute Idee. Miau!"

"Weiter geht es hier im Blog am 11. Januar 2021."

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07.12.2020

Geschenketipp 4

Zu guter Letzt ein paar Tipps für Geschenke für diese ärgerliche Spezies: Menschen, die sich nichts wünschen oder schon alles haben.

Stehen solche Menschen auf Ihrer Geschenkeliste, kennen Sie sicher schon die einschlägigen Vorschläge für schwer zu Beschenkende. Das kann einen schon in den Wahnsinn treiben: Da gibt man sich alle Jahre wieder Mühe mit dem Erlebnisgutschein für ein schickes Essen, der Tasse mit dem Foto vom Partner/Kind/Enkelkind, der Grillzange mit eingraviertem Namen, dem DIY-Kalender oder ähnlichen Gaben – und freut sich der oder die Beschenkte? Ja, Pustekuchen!

Nun bin ich selber so ein Mensch, der sich nichts wünscht – ich kenne das Problem sehr gut aus eigener Erfahrung. Und ich würde sagen: Wer schon alles hat, braucht wirklich nichts mehr. Und wer sich nichts wünscht, möchte auch nichts bekommen. (Einmal abgesehen von den eher seltenen Fällen, in denen man sich schon etwas wünscht, dies aber niemandem verrät. Haben Sie jemanden in Ihrem Bekanntenkreis in Verdacht, ein Gedankenleser zu sein, ist dies ein gutes Mittel, um sie oder ihn zu enttarnen! :-)
Was also tun?

  • Den Wunsch erfüllen, also gar nichts schenken! Wenn Sie das unmöglich finden, hier ein Gedanke: Sobald man ausreichend Geld hat, kauft man sich eigentlich gleich selbst, was einem gefällt und wartet nicht darauf, dass jemand es einem schenkt. Vor diesem Hintergrund ist es eher unwahrscheinlich, einen Volltreffer zu landen, der die oder den Beschenkten begeistert. Denn wenn man noch nicht hat, was einem eigentlich gefallen sollte, so hat das meistens einen guten Grund. Sich etwas schenken lassen müssen im Grunde genommen nur Kinder oder andere Personen mit so großen Wünschen, dass das eigene Geld dafür nicht ausreicht.
    Wenn Sie Zweifel haben, ob die Wunschlosigkeit einer Person echt ist oder nur ein Vorwand, um Sie warum auch immer auf die Probe zu stellen, so hilft ein ehrliches Gespräch.
  • Schenken Sie, was man nicht kaufen kann, vorzugsweise etwas Immaterielles. Zum Beispiel einen Blankoscheck über drei oder vier Stunden Ihrer Zeit, in der Sie für oder mit dem/der Beschenkten etwas tun. Unbegrenzte Gültigkeit.
  • Schenken Sie, was jede und jeder gut gebrauchen kann. Nein, nicht das allerneueste Fotogeschenk. Geld! Das hat noch niemand umgetauscht. Wenn Sie es noch nicht gesehen haben, mein Geschenketipp 1 enthält eine Idee jenseits der üblichen Scheine im Umschlag.
  • Und mein bester Vorschlag zum Schluss: Originelle Geschenke, bei denen die Dinge dort landen, wo sie tatsächlich gebraucht werden, Sie trotzdem etwas zum Überreichen haben und die Beschenkten sich über eine gute Tat freuen. Keine langen Gesichter, keine Peinlichkeiten. Dieses Wunder vollbringen OxfamUnverpackt, World Vision's Das Gute Geschenk oder ähnliche Angebote von anderen gemeinnützigen Organisationen.

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01.12.2020

Ab heute: Ökostrom!

Ab heute ist Atelier Gry noch ein Stückchen klimafreundlicher!
Wohnung und Werkstatt haben jetzt einen eigenen Stromzähler und wir wieder Strom von den Elektrizitätswerken Schönau.

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