Es hat einmal wieder länger gedauert als gedacht, aber jetzt sind alle Sterne für die nächste Weihnachtssaison gefaltet. Alle hintereinander gelegt ergeben sie eine Strecke von knapp 24 Metern; das ist so lang wie ein großer Pottwal.
Sieben Kisten und Kartons randvoll mit Sternen. Der große Ritterstern wirkt daneben schon zierlich.
Die großen und die kleinen Sterne 'Franziska' von Carmen Sprung. Die rechten Kisten gehen jeweils zur Winterausstellung nach Koblenz, die linken sind Vorrat für den Weihnachtsmarkt. Es gibt Sterne in Kupfergold und Rot, mit Schottenkaro in drei Farben, mit Schachbrettmuster, aus Kraftpapier mit Birken-Dekor, mit den Büchern aus der Klosterbibliothek in Maria Laach und - ganz neu - mit musizierenden Weihnachtsengeln.
Bei den kleinen Sternen gibt es zusätzlich solche mit rot-weißem skandinavischem Dekor oder Schokolade und Butterkeksen. Das glauben Sie nicht? Sehen Sie bei den kleinen Sternen genau hin und Sie werden die Schokoladen- und Kekssterne finden!
Kleine Sterne 'Franziska' in Rot und Kupfergold, daneben die Sterne 'Vanda', ebenfalls von Carmen Sprung.
Auch im Februar sind wir noch nicht mit den Schneekristallen fertig, fürchte ich. Diesmal gibt es aber keine Scherenschnitte, sondern ich möchte diese schönen sechseckigen Origami-Schachteln mit eingearbeitetem Schneekristall (oder Stern) vorstellen, die ich bei Sweet Paper gefunden habe.
Mein Blog ist immer noch eine standhafte valentinstagsfreie Zone, aber diese Schachteln eignen sich durchaus auch als süßigkeitengefüllte Gabe. Die Ökovital-Bären scheinen sich in der weißen Schachtel jedenfalls sehr wohl zu fühlen. Zu Ostern könnte ich mir einen Satz Schachteln in Frühlingstönen vorstellen, gefüllt mit kleinen Schokoladen- oder Marzipaneiern, beispielsweise. Und zu Weihnachten muss man diese Schachteln einfach in Gold und Weihnachtsrot machen.
Eine gute Origami-Schachtel ist sowohl von außen als auch von innen schön. Diese hier habe ich aus Countryside Mistral Sunshine gefaltet, ein weißes Feinpapier (100 g/m²) mit goldenen Einschlüssen, das im Sonnenlicht schimmert. Ein Blatt der Größe DIN A4 reicht für einen Deckel und den Schachtelboden. Fortgeschrittene können auch eine zierliche Schachtel aus einem DIN A5-Blatt falten.
Diese Schachtel besteht aus einem DIN A4-großen Stück maigrünen Tonpapier (130 g/m²). Hier sehen Sie, dass der Schachtelboden sechseckig gewölbt ist. Das sieht alles sehr anspruchsvoll aus, ist aber nicht so schwierig zu falten. Das erste Exemplar macht man dennoch am besten aus eher dünnem Schmierpapier (einfaches 80 g/m² Druckerpapier reicht), denn das Zusammenstecken ist etwas knifflig und gelingt vielleicht nicht auf Anhieb. Sobald man das Prinzip verstanden hat, wird es einfacher und man kann zum 'guten' Papier übergehen.
Die Anleitung finden Sie auf YouTube bei der Erfinderin dieser Origami-Schachtel, Yuki Honma alias Sweet Paper. Frau Honma spricht bzw. schreibt Japanisch, aber Sie können Ihrer Anleitung dennoch problemlos folgen. Alle wichtigen Angaben gibt es auch auf Englisch. Die vielen japanischen Untertitel können Sie mit Hilfe von Google Lens auf Ihrem Smartphone übersetzen, falls vorhanden; das ist aber nicht unbedingt nötig. Frau Honma zeigt alles so genau, langsam und ausführlich, dass man sehr gut zurechtkommt, wenn man einfach nur faltet, was sie vormacht. Es gibt sogar Hinweise, wann man das Video anhalten soll, um in Ruhe sich wiederholende Faltungen auszuführen, bevor es dann weitergeht.
Wenn Sie einmal auf den Geschmack gekommen sind, finden Sie bei Sweet Paper viele weitere Anleitungen für schöne und nützliche Dinge, alle sehr gut gezeigt und makellos gefilmt. Detektivarbeit, wie ich im Rahmen meines Origami-Sommers, muss man wirklich nur bei den allerfrühesten Videos leisten.
P.S.: Wenn Sie am Valentinstag einmal etwas anderes machen wollen, gehen Sie doch streiken! Und machen Sie am Wahlsonntag bitte Ihr Kreuz bei einer Partei, die den Klimaschutz ernst nimmt, ganz besonders wenn Sie Kinder und/oder Enkel haben.